Mittwoch, 24. Juli 2019

Challenge Management

Die bahnbrechenden Ideen des Dr. W. Klitschko

Früher haben sich Sportler nach ihrer aktiven Zeit als Schlagersänger versucht. Da die Ergebnisse oft nicht sehr überzeugend waren, kommen heutzutage immer mehr Sport-Ruheständler auf die Idee sich als Management-Gurus zu versuchen.
So auch Dr. Wladimir Klitschko. Der war nicht nur ein herausragender Sportler sondern hat überdies auch promoviert. Das erweist sich für eine zweite Karriere als Management-Berater natürlich als sehr hilfreich. Sein Ansatz, der unter dem wenig aufsehenderregenden Titel "Challenge Management" daher kommt, wird sogar an der Universität St. Gallen gelehrt (auf deren Homepage ich allerdings keinen Hinweis gefunden habe) und auch von SAP in Kursen genutzt.

Sonntag, 21. Juli 2019

Keine Ahnung

Was muss eine Verteidigungsministerin können?

Seit bekannt ist, dass AKK Verteidigungsministerin wird, gibt es wieder diese Diskussion "Ist sie dafür überhaupt geeignet". Nach meiner Wahrnehmung wird diese Frage vornehmlich bei der Ernennung von Verteidigungsministern diskutiert. Bei den anderen Ressorts scheint das in der Wahrnehmung der Bevölkerung offenbar keine so große Rolle zu spielen.

Sonntag, 14. Juli 2019

Start Up - Kultur

So bereiten sie ihre Organisation auf die Digitalisierung vor.

Sorgen sie für einen Cultural Change, verändern sie ihre Kultur in Richtung einer Start Up - Kultur.
Geht ganz einfach, bauen sie Hierarchie ab, wagen sie mehr Demokratie im Betrieb und vor allem, sorgen sie für Netzwerkstrukuren. Zugegeben in größeren Organisationen geht das nicht so ganz einfach, aber auch dort ist es möglich. Suchen sie sich eine passende nicht allzu große Einheit aus, gerne genommen werden entwicklungsnahe Abteilungen, gliedern sie in ein schickes Loftbüro außerhalb des Firmenareals aus und achten darauf, dass die Besatzung nicht älter wie vierzig ist. Dass die KollegInnen aus der Buchhaltung gleichzeitig mit ihrem Chef um Arbeit im Homeoffice feilschen müssen, braucht sie nicht zu stören. Über die wird ja auch nicht in der Unternehmenszeitung berichtet.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Berufsausbildung der Zukunft

Wie Herr S. die berufliche Bildung retten will.

Notwendigerweise muss auch die Berufsausbildung auf die Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt ausgerichtet werden. Das versucht das Bildungsministerium mit einem reformierten Berufsbildungsgesetz. Dieses sieht wohl unter anderem vor, die berufliche Bildung durch neue Titel aufzuwerten. Herr S., der von diesen Ideen - nicht überraschend, aber berechtigterweise - nichts hält, meint in einem Interview sogar die Berufsausbildung müsse "gerettet" werden. "Traditionelle industrielle Berufsausbidung....mit strenger Normierung - Lernfließband statt Kreativlabor - taugt weniger für die digitale Ökonomie.", so sein Diktum.

Freitag, 28. Juni 2019

Der Personalreferent....

....ein gefährdeter Job ?

Der Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat berechnet, dass 50 Prozent der Arbeiten eines Personalreferenten von Computern übernommen werden können. Nach der New-Work-Theorie müsste das die Kollegen in Jubelstimmung versetzen. Denn danach könnten sie dann in der frei gewordenen Zeit endlich das machen, was sie wirklich wollen. Ob das allerdings gut ist, sei dahingestellt. Denn dann kommen etliche von ihnen auf dumme Gedanken und beschäftigen sich mit Strategischer Personalplanung oder ähnlich überkommenen Dingen. Manche haben auch schon versucht, die Entwicklung im Vorfeld auszutricksen und nennen sich nun Business-Partner.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Erinnern Sie sich noch, Herr Sattelberger?

....an Ihr kühnes Interview in der ZEIT vom 7.11.2013

Dort haben sie sinngemäß gesagt, dass die Unternehmen der Zukunft demokratischer sein werden wie heute und dass Führungskräfte mit Ausnahme der Vorstände von den Mitarbeitern direkt gewählt werden. Das traditionelle Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Bild werde auf den Kopf gestellt.
Nach ihrer Meinung sollten diese Veränderungen bis 2030 vollzogen sein. Nun sind schon fast sechs Jahre vergangen.
Darum sei schon mal eine Zwischenfrage erlaubt: Sehen sie Fortschritte? Wie weit ist die Demokratisierung beispielsweise in den Unternehmen, in denen sie als Vorstand gewirkt haben? Glauben sie, dass die bis 2030 so weit sein werden? Und wenn nicht, warum?

(Ich will meine Argumente hier nicht wiederholen. Interessierte können meine Replik auf das Interview vom 11.11.13 hier nachlesen, sowie weitere Posts zu dem Thema unter dem Label "Demokratie")

Sonntag, 23. Juni 2019

New Work Charta

Wieder eine positiv unverbindliche Sammlung von Forderungen, die die Arbeitswelt nicht verändern werden.

Zur Arbeitswelt der Zukunft gibt es viele Texte, die sind so formuliert, dass sie kaum eine andere Reaktion als Zustimmung zulassen. Je nachdem allerdings welche Dosis man von dieser Literaturgattung schon verinnerlicht hat und in welcher Arbeitssituation man gerade selbst steckt, kann die Stimmung schnell in Polemik oder gar Zynismus umschlagen.
So kann es einem auch bei der Lektüre der New Work Charta gehen, die von der "bildungsorientierten Initiative" humanfy aufgesetzt wurde.