Oder wann ist ein Personaler ein "Profi"? Oder noch wichtiger: wann geht ihm seine Professionalität verloren? Was also macht Professionalität im Personalwesen aus? Im Nachgang zu meinem letzten Post drängt es mich, dazu einige Gedanken zur Diskussion zu stellen. Auch Professor Scholz beklagt in dem damals zitierten Artikel in brand eins die zurückgehende Professionalität im Personalwesen. Doch woran macht er das fest?
Mittwoch, 18. März 2015
Montag, 16. März 2015
Ich habe achte Leute unter mir...
So hörte ich vor einigen Tagen eine jüngere Führungskraft reden.
Sprache sagt - oft unbeabsichtigt - viel aus - gerade über Führungsverständnis.
Auch wenn die Fastenzeit schon zur Hälfte vorbei ist, wäre das noch ein Fastenmotto:
Auf das achten, was man sagt. Wertschätzung wird fast nur über Sprache vermittelt.
Sprache sagt - oft unbeabsichtigt - viel aus - gerade über Führungsverständnis.
Auch wenn die Fastenzeit schon zur Hälfte vorbei ist, wäre das noch ein Fastenmotto:
Auf das achten, was man sagt. Wertschätzung wird fast nur über Sprache vermittelt.
Freitag, 13. März 2015
Das HR-Mißverständnis
Prof. Scholz und die grüne Lego-Grundplatte
In seiner aktuellen Ausgabe beschäftigt sich das Magazin brand eins mit dem Thema Führung. Dabei darf natürlich auch ein Klageartikel über das Versagen der HR-Funktion nicht fehlen. In diesem Artikel meldet sich unter anderem auch Prof. Christian Scholz (Universität des Saarlandes) zu Wort, der beobachtet, dass "die Wertschätzung der Personalfunktion eindeutig zurückgeht". Ohne seine Klagen hier im einzelnen zu wiederholen, springe ich direkt zu seiner Schlussfolgerung. Er plädiert eindeutig für die Beibehaltung und Erhaltung der Personalabteilung - was ihm ihm schon positiv anzurechnen ist in einer Zeit, in der manche diese Funktion ganz auf die anderen Unternehmensfunktionen aufteilen wollen. Er stellt sich aber diese "reale Personalabteilung 0.4" nun vor wie die "grüne Lego-Grundplatte, auf der man die unterschiedlichen Kernkompetenzträger aufbauen und verankern kann."Mittwoch, 11. März 2015
Open Space
Auch die mittlerweile alte Idee des Großraumbüros hat einen neuen Namen: Open Space. So schick wie der Name klingt sehen auch die Beispiele aus, die dann oft in diesem Zusammenhang vorgezeigt werden. Trendig eingerichtete Räume, lichtdurchflutet und in einer Ecke eine mehr oder minder gemütlich anmutende Coffee-Lounge. Diese Bilder sind in mehrfacher Hinsicht optische Täuschungen. Es gibt auch heute noch zahlreiche Büroräume, in denen mehrere, manchmal auch viele, Menschen zusammenarbeiten, deren Einrichtung und Gestaltung keinerlei architektonischem Ehrgeiz ausgesetzt war sondern allein das Bestreben soviele Leute, wie die Arbeitstättenverordnung gerade noch zuläßt, in einem Raum unterzubringen. Noch nicht einmal die Möbel passen zusammen, die klimatischen Verhältnisse im Sommer wie auch der Geräuschpegel sind unangenehm und die Mitarbeiter versuchen sich ihre Arbeitsplätze mit bunter Vielfalt einigermaßen erträglich zu gestalten. Der Begriff Großraumbüro wird in einer derartigen Situation fast zum Schimpfwort und das Einzel- oder Zweierbüro zum Statussymbol.
Freitag, 6. März 2015
Sexuelle Belästigung im Job
"Gibt's bei uns nicht", gibt's nicht. Das ist genau wie mit Alkohol im Betrieb. Sexuelle Belästigung kommt in den besten Betrieben vor. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten hat schon einmal sexuelle Belästigung erlebt oder beobachtet. Ein Drittel der Frauen und jeder vierte Mann musste sich bereits unliebsamer Körperkontakte erwehren. Das geht aus einer Studie der Antidiskrimierungsstelle des Bundes hervor. Allerdings würde nur jede siebte Frau und jeder zwölfte Mann dies als sexuelle Belästigung einstufen.
Da fängt das Problem an. Es herrscht offensichtlich eine Grauzone der Lockerheit, deren Grenzen noch zusätzlich durch die jeweilige individuelle Veranlagung aufgeweicht wird. Das leistet der vorschnellen Behauptung Vorschub: "Sexuelle Belästigung gibt es bei uns nicht". "Wir machen mal einen lockeren Spruch, aber das macht doch nichts. Wer das nicht verträgt, ist selber schuld."
Da fängt das Problem an. Es herrscht offensichtlich eine Grauzone der Lockerheit, deren Grenzen noch zusätzlich durch die jeweilige individuelle Veranlagung aufgeweicht wird. Das leistet der vorschnellen Behauptung Vorschub: "Sexuelle Belästigung gibt es bei uns nicht". "Wir machen mal einen lockeren Spruch, aber das macht doch nichts. Wer das nicht verträgt, ist selber schuld."
Mittwoch, 4. März 2015
Was ist ein CHO - ein Chief Happiness Officer?
Es ist kein Witz. In den USA - wo sonst? - gibt es offensichtlich einige Firmen, die CHO's beschäftigen. In manchen davon bezeichnet sich der CEO gleichzeitig auch als CHO. Das kann man noch einigermaßen nachvollziehen, wenn man die Aufgabenbeschreibung etwas weiter faßt. Schließlich ist der CEO ja durchaus auch für das Wohlbefinden seiner Beschäftigten und auch dem der Kunden zuständig. Es gibt aber auch Unternehmen, in denen es tatsächlich die Funktion des CHO gibt. "Sie sieht sich dafür verantwortlich, die Organisation glücklich zu machen", wie es einer von ihnen sagt. (zit. nach Sonntagszeitung, 1.3.) Zu den Aufgaben gehört es, Feiern, Trainings, Events und ähnliche Aktivitäten am Arbeitsplatz zu organisieren. Auch bei Google gibt es einen CHO. Dort ist das Bemühen, das Glück der Mitarbeiter herbeizuorganisieren ja offensichtlich schon an der Einrichtung zu erkennen.
Labels:
Führung,
Managementrezepte
Montag, 2. März 2015
Haben sie schon einen CHO - einen Chief Happiness Officer?
Nein - Dann brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn Ihre Mitarbeiter glück- und lustlos vor sich hin wursteln. Auch für das Glück gibt es jetzt eine Unternehmensfunktion, jedenfalls in verschiedenen Firmen in den USA. Es wird Zeit, dass wir das bei uns auch einführen.
Abonnieren
Posts (Atom)