Sonntag, 20. November 2016

Ich kann das Gejammere des Handwerks wegen Nachwuchsmangel nicht mehr hören.

In den letzten Monaten habe ich einen jugendlichen Flüchtling, der im Sommer hier in Deutschland seinen Schulabschluß gemacht hat, im Rahmen seiner Berufsorientierung betreut. Wir haben auch etliche Bewerbungen an Handwerksbetriebe geschickt. Den wenigsten haben bis heute - nach zwei Monaten - geantwortet. Nicht einmal Absagen werden verschickt. Von einem Hörgeräteakustiker kamen die kompletten Bewerbungsunterlagen einschließlich Anschreiben ohne Kommentar zurück - so als wären sie nie gelesen worden.
Ich will hier gar nicht von Wertschätzung gegenüber Bewerbern reden. Aber für viele Handwerker scheint Personalmarketing ein Fremdwort zu sein. Da nützen auch die tollsten Kampagnen der Kammern und Verbände nichts, wenn die einzelnen Betriebe sich so verhalten.
Aber dann sollen sie auch nicht jammern.